Aktuell

Vorschau        

Rückblick

Wettbewerbe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DEUTSCH

EnglISH_

Eröffnung der Ausstellung:
Mo. 03. November 2008
20.00 Uhr

 

„Hans Hoffmann-Ybbs – ein Oberösterreicher in zwei Ausstellungen"

In den nächsten Tagen werden gleich zwei Ausstellungen mit Werken von Hans Hoffmann-Ybbs eröffnet: einerseits werden Arbeiten des Künstlers im Foyer des Büros von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer im Linzer Landhaus gezeigt, andererseits kehren Werke auch an den Ort ihrer Entstehung und das besondere Lebensumfeld von Hoffmann-Ybbs nach Parz zurück. Nachdem schon im Sommer eine größere Sammlungspräsentation in der Landesgalerie Linz Einblick in das Ouevre das 1928 in Ybbs an der Donau geborenen Künstlers liefern konnte, wird mit dem Gesamtprojekt nochmals der besondere Stellenwert des Künstlers für Oberösterreich betont.

Hommage an Hoffmann-Ybbs unter dem Blickwinkel des Jubiläumsjahres 90 Jahre Oberösterreich
Dieser besondere Stellenwert und die Unverwechselbarkeit von Hoffmann-Ybbs motivieren auch dazu, die Hommage an ihn unter dem Blickwinkel des Jubiläums 90 Jahre Oberösterreich zu sehen. Der in seinem Namen und seinem Leben die Länder Niederösterreich und Oberösterreich verbindende Künstler – der Zufall will es, dass auch er heuer ein markantes Jubiläum, den 80. Geburtstag, gefeiert hätte – kann auch als Symbol der sich in diesem Zeitraum erneuernden Kunstlandschaft Oberösterreichs gesehen werden. Unbestritten ist, dass er diese Kunstlandschaft nachhaltig mitgestaltet und geprägt hat.

Die Bedeutung von Schloß Parz
1962 entdeckt Hans Hoffmann-Ybbs das Wasserschloss Parz bei Grieskirchen, zu diesem Zeitpunkt eine dem Verfall preisgegebenen Ruine. Gemeinsam mit seiner Lebenspartnerin Charlotte Buck und Künstlerfreunden wird das Künstlerzentrum Schloss Parz gegründet. Nach zweijährigen Renovierungsarbeiten durch die beteiligten Künstler kann 1964 die erste Ausstellung stattfinden.
Dieses Künstlerzentrum war seit den frühen 1960er Jahren eine bedeutende Zelle der österreichischen Avantgarde. Durch ein vielfältiges, progressives Programm an Ausstellungen und Symposien erfuhr das Künstlerzentrum schon bald nationale und internationale Aufmerksamkeit. Bis zur Auflösung des Künstlerzentrums im Wasserschloss Parz im Jahr 1968 und auch noch in den folgenden Jahren organisiert und betreut Charlotte Buck gemeinsam mit Hoffmann-Ybbs die zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen und ist Ansprechperson für die vielen Künstlerfreunde.
Mit dem Tod Hans Hoffmann-Ybbs am 30. August 2005 verlor das Künstlerzentrum seinen Initiator und langjährigen Haupt-Protagonisten.
Am 11. November 2006 stirbt Charlotte Buck in der Wohnung in Parz, nur 14 Monate nach dem Tod ihres Lebenspartners Hans Hoffmann-Ybbs.

Das Werk von Hoffmann-Ybbs
Hans Hoffmann-Ybbs hinterließ ein umfangreiches Œuvre an Zeichnungen, Aquarellen, Druckgrafiken, Malereien, Keramik-, Mosaik- und Metallarbeiten. Sein Schaffen gilt heute als ein Schlüsselwerk der informellen Kunst in Österreich. Bereits in den späten 1950er Jahren bezeichnete ihn die Kunstkritik als „ernstzunehmenden Modernen“, dessen Malerei „zwischen den gegenstandslosen Abstrakten und der Malkultur des Expressionismus liegt“. Im Zentrum seines Schaffens stand die Natur. Ihre Formen bestimmten die Sprache seines künstlerischen Ausdrucks. Ab den 1960er Jahren war das Werk des Künstlers vor allem von seiner Leidenschaft für die Formenwelt der Insekten geprägt. Naturstudien, vielfach aber auch ein direktes Naturerleben bei Spaziergängen in der Umgebung von Schloss Parz, bildeten den Ausgangspunkt für eine besonders charakteristische Formensprache. Lustvoll und spontan arbeitete Hoffmann-Ybbs mit Pinsel und Feder, mit Farben und Linien an seinen Bildern.
Das Land Oberösterreich konnte Anfang 2008 ein größeres Werkkonvolut an Zeichnungen und Malereien des Künstlers übernehmen. Eine Auswahl dieser Arbeiten - vorwiegend Ölbilder - werden im Rahmen der nunmehrigen Ausstellung im Büro von Herrn Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer präsentiert.
Parallel dazu wird in den Räumen der Galerie Schloss Parz ein Querschnitt aus dem umfangreichen künstlerischen Schaffen von Hans Hoffmann-Ybbs präsentiert. Es werden Ölbilder, Tuschzeichnungen, Druckgrafiken, Aquarelle, Metallobjekte sowie Keramik- und Mosaikarbeiten gezeigt. Die Ausstellung im Wasserschloss Parz ist eine Ergänzung zu den im Landhaus gezeigten Werken von Hoffmann-Ybbs und dokumentiert damit das umfangreiche künstlerische Schaffen von Hans Hoffmann-Ybbs.


 

   



 

 

LUTHER ESHOO-ADAM
 

     
 

Der akademische Maler Luther Eshoo-Adam wurde 1955 als ältester von sieben Geschwistern  in Emadia-Dahuk in einer katholischen Familie im Irak geboren. Seine Mutter musste nach dem frühen Tod des Vaters als Katholikin und somit einer Minderheit angehörend unter schwierigen Bedingungen ihre Kinder großziehen. Dennoch erhielten alle eine hervorragende Ausbildung, nicht von ungefähr sagt man auch im Irak, dass die katholische Minderheit die am meist gebildete Bevölkerung im Lande ist. Vor etwa 2 Jahren verließ die Mutter mit den jüngeren Kindern den Irak Richtung Kanada. Zwei Söhne gingen bereits vor 15 Jahren nach Linz in Österreich. Einer ist Schriftsteller, der andere Musiker, der aber eine Wirtschafts-Universitätsausbildung hat.

 

Luther Adam hat eine fundierte Ausbildung bei namhaften Vorbildern in angesehenen Universitäten erhalten und unterrichtet selbst an den Kunstuniversitäten in Mosul und Nineveh. Bei der Vereinigung irakischer Künstler ist er schon lange Mitglied und beteiligt sich seit 1977 an verschiedensten Ausstellungen. 2002, vor Ausbruch des Krieges,  wurden seine Arbeiten im Rahmen einer Ausstellung irakischer Künstler in Paris gezeigt. Da er ein sehr pflichtbewusster Familienvater ist, der für seine Frau und seine drei Kinder sorgt, lebt er noch immer ohne Unterbrechung im Irak und möchte seine Heimat auch nicht verlassen. Er möchte sich weiter seiner Malerei widmen und hofft, dass die Repressalien ein Ende finden. 

 

Es war schon immer schwierig für Christen in diesem Land, aber in den letzten Jahren wurde es zunehmend schwieriger und gefährlicher den Glauben zu praktizieren. Der unsägliche Krieg hat die Situation sicher verschärft. Auf Kirchen werden Attentate verübt und auch bekennende Gläubige, so wie er einer ist, müssen jederzeit auf alles gefasst sein.  Lediglich In seinen Arbeiten kann er die Weite seiner Seele und seine philosophischen Gedanken nach Außen tragen. In seinen Arbeiten spürt man sowohl die Veränderungen und die Gefahren seiner Heimat als auch parallel dazu seine persönliche Entwicklung und Veränderung. Krieg und Angst hinterlässt überall Spuren, die tiefsten wohl in der Seele. 

 

Hier ein Auszug aus einer Selbstbeschreibung des Künstlers zu seiner Arbeit:

 

......ich habe gelernt, dass die beste Botschaft an diese schöne und zerstörte Welt, die Vorfreude und das Mitwirken überall in der Welt ist - die Anteilnahme am Geschehen mit den Anderen in Freude und Trauer. Diese Geisteshaltung begleitet mich durch die ganze Arbeit als Botschaft der Liebe. So lasse ich die Malerei ihren Weg selbst finden, egal mit welchem Mittel, ohne Rücksicht darauf, ob das vor den Menschen schön oder mangelhaft ist. Es sind Symbole oder Stichwörter die mich zu meinen Arbeiten führen.......

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nächste Vernissage am Dienstag 2. Dezember: Heinz Göbel.

 

Öffnungszeiten: Fr 19 – 21 Uhr, Sa 17 – 20 Uhr und SO 13.30 – 17 Uhr
und gerne nach telefonischer Vereinbarung.

Tel. 0664-2138190 oder 0699-13411122